Projekte

Tilonia/Rajasthan: der im Jahr 1972 von Bunker Roy gegründete Campus des barefoot-college in Tilonia ist eine Mischung aus Ashram und Utopia am Rande der Wüste Tharr. Hier gibt es einen alten Dieselgenerator für den Notfall und ansonsten ausschließlich Solarstrom. Die Module und Solarlampen werden sehr ambitioniert von Frauen aus den umliegenden Dörfern zusammengebaut, angeleitet von einigen Technikern und Ingenieuren. Andere Dorfbewohner werden zu Laboranten, Masseuren, Hilfszahnärzten, Homöopathen, Computerspezialisten oder Hilfslehrern ausgebildet - ganz nach Interesse und Begabung. Es gibt im Campus ein Umweltlabor für Wasser- und Bodenanalysen, ein Labor für Blutuntersuchungen sowie medizinische und zahnmedizinische Grundversorgung.
Aufklärung und Schulung der oft analphabetischen Dorfbevölkerung findet sehr einfühlsam und fantasiereich mit Hilfe des Puppentheaters statt, das in Rajasthan eine Jahrhunderte alte Tradition hat.  Im Umkreis von ca. 40 km um Tilonia lernen die Kinder, die tagsüber auf den Feldern und bei der Viehzucht helfen müssen, in 58 Solar-Brückenschulen, auch Nachtschulen genannt, im Licht der Solarlampen die Grundlagen des Rechnens, Schreibens und Lesens und eine Menge nützlicher Dinge für ihr gesamtes Leben. In einem neu eingerichteten Kinderparlament lernen die Kinder der Unberührbaren auch, sich zu äussern, zu diskutieren und sich durchzustzen.
Ein Brückeninternat für die Kinder von Wanderarbeitern ist im Aufbau. Die Kinder müssen ihre Eltern dann nicht mehr in die Slums der Städte begleiten, wo sie entweder betteln gehen oder in Kinder-Sklavenarbeit enden. Das Brückeninternat soll Heimat, Schule und Ausbildungsstätte sein.
Am 30.10.2015 besuchten AMA MUNDUM Vertreter sowohl den Campus als auch die Nachtschule, für die der Verein ab Januar 2016 die Patenschaft übernimmt. Die Schule wird in Zukunft regelmässig besucht und die Entwicklung der 30-40 Kinder beobachtet werden.

Jaipur: Das Professoren-Ehepaar Abha und Prabhakar Goswami, hatte im Jahr  1992 den Auftrag der indischen Regierung die Situation von Strassenkindern und Kindern von Prostituierten in Jaipur zu untersuchten. Sie zählten nahezu 200.000 und gründeten daraufhin 1993 i-India  Die Organisation bietet viele Hilfsangebote wie "shelter-homes", fahrbare Schulen, Duschen in Bussen, Frischwasser-Fahrzeuge, Essen und Ausbildungsmöglichkeiten für die Kinder. Über Childaid-Network unterstützen wir i-India regelmässig und werden die Projekte auf unseren Reisen besuchen.

Agra: Wir besuchen nicht nur die wunderschönen Weltkulturerben Taj Mahal und Agra Fort, sondern regelmässig auch das Mutter Teresa Zentrum, in dem ca. 200 hauptsächlich mental behinderte Kinder, Frauen und Männer und einige Findelkinder leben. Unsere mitgebrachten Hilfsgüter (im Okt. 2015 waren es sechs Koffer) sorgen immer für große Freude.

Pondicherry: Im Süden Indiens kooperieren wir mit der Deutsch-Indischen Kinderhilfe, Bonn. Wir vermitteln Patenschaften für die Mädchen des St. Francis Assisi-Waisenhauses und besuchen die Mädchen des Heims auf unseren Reisen in den Süden.